Eröffnungskonzert
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Musica antica e viva
Es ist sicherlich kein Zufall, dass die ohnehin schöne Akustik und Atmosphäre der aus der Barockzeit stammenden Paterskirche geradezu magische Qualitäten entfaltet , wenn sie von historischen Instrumenten und/oder von der menschlichen Gesangsstimme erfüllt wird. Oftmals entstehen Raum-Klang-Erlebnisse, die nicht nur das Publikum staunen sondern auch die Künstler glücklich machen. Dennoch ist die Antica-Konzertreihe nicht ausschließlich der Alten Musik gewidmet: „e viva“ steht in einem weiten Sinne für das „Heutige“, das „Moderne“, auch das Unkonventionelle, das die barocke und klassische Musik spannungsreich und erfrischend kontrastiert. Das ist zum Beispiel „E-Musik“ des 20. Jahrhunderts, kann aber auch Musik sein, die auf anspruchsvolle Weise die Grenzen von „U- und E-Musik“ sprengt. Die Besetzungen sind in dieser Reihe sehr vielfältig, vom Solo-Instrument über Vokalensembles bis zum Kammerorchester und zu großen Oratorienaufführungen mit Orchester, Chor und Solisten. Was uns dabei immer wichtig ist: das Projekt soll den wunderbaren Raum in besonderer Weise zum Klingen bringen. Das muss nicht immer barocke Klangpracht, kann vielmehr auch mal was ganz Sensibles, Leises sein, weil man in dieser unglaublich tragfähigen Akustik so wunderbar leise spielen und singen kann, wie es nur in wenigen Konzertsälen möglich ist. Zur Konzertübersicht...
Kammermusik
Es gibt nicht wenige Musikliebhaber, für die ist die klassische, romantische und moderne Kammermusik der Kern, das Eigentliche der Musik,und das Streichquartett wiederum die Königsdisziplin der Kammermusik. Wir in Kempen sind regelrechte Sammler weltberühmter Streichquartette – vom Juilliard- bis zum Alban Berg Quartett, vom Guarneri- bis zum Artemis-Quartett! Aber die Mehrheit des Publikums liebt auch die Abwechslung. Deshalb reicht das Spektrum der Kammermusikreihe vom Solo-Recital bis zum Oktett und zum Liederabend. Die Kunst der Werkauswahl liegt hier darin, sowohl dem Kreis der anspruchsvollen Kenner immer wieder auch Besonderes, nie oder selten Gehörtes zu bieten, als auch die Liebhaber und Genießer zufrieden zu stellen. Beide Spezies kommen zum Glück leicht überein, wenn es um das Wiederhören der großen Kammermusik-Meisterwerke der Musikgeschichte geht. Und was die Künstler-Auswahl angeht, so hat sich die „Kempener Mischung“ bestens bewährt: Weltstars wechseln sich ab mit aktuell in die nationale oder internationale Spitze vorgedrungenen, besonders interessanten Künstlern der jüngeren und mittleren Generation und den ganz jungen „rising stars“, die nur Experten kennen, die aber am Anfang einer viel versprechenden Karriere stehen. Wer vor allem die großen Kammermusik-Werke der Klassik, Romantik und Moderne in meisterhaften Interpretationen genießen möchte, sich aber gern auch mal auf weniger ausgetretene Pfade entführen lässt, der ist in dieser Reihe bestens aufgehoben! Zur Konzertübersicht...
Klavier extra
Seitdem wir dank mäzenatischer Hilfe und vieler kleinerer Spenden einen herrlichen großen Steinway-Flügel anschaffen konnten, gönnen wir uns und Ihnen eine spezielle Konzertreihe für allerhöchste Tastenkunst. Pianistinnen und Pianisten von internationalem Format sind seitdem regelmäßig in Kempen zu Gast. Zur Konzertübersicht...
Nachtmusik
Kurz aber intensiv. Eine gute Stunde (ohne Pause) dauern die Kempener Nachtmusiken. Der wunderbare Raum der Paterskirche darf einmal pur wirken: Er ist ganz leer, keine Stuhlreihen also, aber stimmungsvollausgeleuchtet. Die üblichen Konzert-Rituale vergessen wir. Sie suchensich Ihren Platz, wo und wie Sie wollen, auf dem Teppichboden, im Chorgestühl, an die Wand gelehnt. Vielleicht legen Sie sich hin und hören die Musik das Kreuzgewölbe der Kirche im Blick? Oder Sie bringen sich was Kleines mit zum Sitzen. Oder Sie kaufen sich (für 6 Euro) einen der Kempen-Klassik-Falthocker. Mit drei Handgriffen blitzschnell aufgestellte, sehr stabile Hocker aus Pappe - vielleicht auch in Kempen bald Kult, so wie schon seit vielen Jahren bei den katholischen und evangelischen Kirchentagen.
Wenn Sie ein bisschen früher kommen, trinken wir vielleicht einen Aperitif zusammen, damit wir in die richtige Stimmung kommen. Wir laden Sie ein dazu. Wir werden nicht allzu viele sein, denn diese Art des Musikgenusses geht nicht in der Masse.
Kurz: ungewöhnliche Künstler, ungewöhnliche Musik, ungewöhnliche Zeit, ungewöhnliche Form. Und ungewöhnliches Publikum? Zur Konzertübersicht...